Von Vorwürfen, Halbwahrheiten und Unwahrheiten

"Hallo, mein Name ist Sabine, wahlweise darfst du mich auch Susanne, Nicole, An Ne, Maria, Johanna, Judith, Mara Wasgehtdichdasan oder sonstwie nennen, meinen Namen brauchst du dir eh nicht merken. (Namen frei erfunden)

Ich bin Mama. Und selbsternannte Trageberaterin

Ich bin vor allem in Social Media Kanälen unterwegs, am allerliebsten bei Facebook in den vielen Tragegruppen. Aber auch gerne mal in einem der großen Babyforen, in den entsprechenden Unterforen.

Ich gebe nur selten etwas über mich oder mein Kind preis, und wenn, dann zeig ich uns von der allerbesten Seite, denn du sollst ja nicht denken, wir wären fehlbar.

Ich konnte alles von Anfang an. Nein, schon vorher. Ich habe mich schon vor der Befruchtung so belesen, dass ich von der allerersten Mama-Minute an perfekt sein konnte. Mich kann nichts verunsichern. Egal wie oft mein Baby schreit (WENN es denn mal schreit), wie sein Stuhl oder Erbrochenes aussieht, egal welche Pusteln auf seiner Haut sprießen, ich weiß schon Bescheid, was ich machen muss.

Bisher hat mich noch nichts aus den Bahn geworfen, denn ICH hab mich ja informiert. Rechtzeitig. Aus den einzig richtigen Quellen.

Erstaunlich, oder? Ja, das finde ich auch! Deshalb möchte ich mein Wissen mit euch teilen! Es raus in die Mama-Welt schreien!

Ich wende recht viel Zeit dafür auf, aber das ist es mir wert. Ich möchte die Welt besser machen, indem ich möglichst vielen anderen Mama immer wieder sage, schreibe und zeige, wie man es richtig macht.

Es  stört mich kaum, dass ich täglich die gleichen Diskussionen führe und es wundert mich kein Stück, dass von manchen Menschen (immer den selben....) meine Kommentare nie ernst genommen werden (die wissen es halt nicht besser). Ich muss dran bleiben. Die armen Babys! Ich muss sie vor der Unfähigkeit ihrer Mütter schützen!

Denn mein Weg ist DER Weg, und wer DIESEN Weg nicht geht, wird schon sehen, was er davon hat!

Ich hatte zum Beispiel schon vor der Geburt die allerbeste Tragehilfe und ein Tragetuch, natürlich handwoven und eingekuschelt.

Ein elastisches Tuch, welches ich geschenkt bekam, habe ich gleich zu Yoga-Pants vernäht, denn ein Baby gescheit tragen kann man damit natürlich nicht. Der BB, den mir meine Cousine vererbt hat, habe ich gleich zu Kirschbäumchen zum Abwracken geschickt und mir so meine Tragehilfe mitfinanziert.

 

Ich kann sie einfach nicht verstehen, die Eltern, die ihr Kind stolz in einem BB oder einer Chicco-Trage oder gar ein Neugeborenes in der Manduca tragen und mich dann auch noch angrinsen, wenn wir uns in der Stadt über den Weg laufen. Wissen die denn nicht, dass sie es falsch machen? Was sie ihrem Kind damit antun? Haben die sich nicht vorher informiert? Ich glaube kaum, dass die vielen Vorteile des Tragens irgendwie zum Zuge kommen wenn das Baby nicht hundert Prozent richtig sitzt.

Meine Bekannte hat ihre Tochter in einem BB getragen. Und nun muss die Kleine zur Physio. Das hat sie jetzt davon! Das ist ganz klar der BB Schuld!

 

Und die ganzen Neu-Mamas die stolz in den Tragegruppen Bilder posten von schlecht gebundenen Tüchern. Hätten die sich mal vorher informiert, wüssten die, warum ich nicht drunter schreibe, wie gut das aussieht, sondern nur "Toll, dass du trägst, aber bitte nicht so."

Ich versteh auch nicht, warum die dann auch immer schreiben, sie könnten nicht ein besseres Tuch oder eine bessere Trage kaufen. Das muss Ihnen ihr Kind doch Wert sein! Wer sich neben Kleidung und dem anderen Babykram nicht auch noch eine High-End Trage leisten kann, hätte sich das mit dem Kind vielleicht noch mal überlegen sollen....

Und dann die Adminen, die immer gleich dazwischen funken und schreiben "Seid nett zueinander!" oder die Trageberaterinnen mit ihrem "Keine Beratung ohne Auftrag!". Das nervt! Ich will doch nur helfen! Anstatt, dass jemand dankbar ist, wird gemeckert, sich rausgewunden oder auch sehr beliebt: Einfach nicht mehr geantwortet. Ein "Dankeschön" wäre nett. Immerhin hab ich doch gerade gezeigt, wie man es richtig macht.

Toll auch, die Fotos mit laufendem Fernseher im Hintergrund oder einem unordentlichen Wohnzimmer. Ist ja klar: Baby wird vorm Fernseher geparkt, wenns nervt und statt mal ein bischen Ordnung zu machen gammelt die Mama dann auf der Couch rumm. Anstatt sich mal zu belesen, wie sehr sie mit all dem ihrem Kind schadet.

 

Letztens hab ich eine Tragemama mit einen kleinen Baby in der Manduca im Supermarkt  getroffen. Ich hab sie natürlich direkt angesprochen und ihr gesagt, sie solle die besser noch bei Seite legen, bis ihr Kind sitzen oder noch besser, laufen kann. Oder besser gleich verkaufen, denn die passt ja eh nur so kurz.....Sie sagte, ihr Hebamme habe die empfohlen damals und sie habe schon den älteren Bruder vor zwei Jahren gerne darin getragen. Als ich ihr gerade die besseren Tragehilfen aufzählen wollte, meinte sie, sie hätte es eilig, weil sie ihren Sohn von der KiTa abholen müsste und ging einfach weiter.

Die sollte doch dankbar sein! Ich wollte ihr helfen! Aber typisch. Das Kind falsch tragen und einen zweijährigen in der KiTa. Manche Mütter, echt......ich hoffe das Beste für die Kinder.

Der Psychiater und der Orthopäde werden sich freuen."

 

Ich hoffe, jeder, der bis hierher gelesen hat, hat gemerkt, dass es sich um Ironie handelt. Dass es alles ein wenig auf die Spitze getrieben ist.

Aber ganz aus der Luft gegriffen ist es auch nicht:

Ich stoße regelmäßig bei FB und anderswo auf geschilderte Szenen oder bekomme in meinem Beratungen davon berichtet.

 

Was glaubt ihr, fühlt eine unsichere Neu-Mama, die sich gerade das erste Mal getraut hat ihr Neugeborenes einzubinden, wenn sie Kritik erntet?

 

Was passiert im Kopf einer Mehrfachmama, der man das Tragen ihres Neugeborenen in der Manduca oder im Bondolino schlecht redet, obwohl sie bereits ihr äteres Kind ausschließlich damit getragen hat?

 

Was denkt sich wohl eine Mama, die aus heiterem Himmel auf der Straße von einer Fremden angesprochen wird und die sich auch noch erlaubt die Art und Weise wie sie ihr Kind trägt schlecht zu reden (welches gerade seelig an sie gekuschelt schläft)?

 

Ich erlebe in meinen Beratungen die verschiedensten Eltern: Viele wissen schon sehr viel übers Tragen und haben auch schon ein gutes Tuch oder eine Tragehilfe da.

Andere wurden davon überrascht, dass ihr Kind so ein starkes Bedürfnis nach körperlicher Nähe hat. Weil sie noch nie vorher wirklich intensiven Kontakt zu einem Baby hatten und sich in der Schwangerschaft auf die gängigen Ratschläge verlassen haben. Und die vielleicht nicht immer ganz ehrlichen bzw. vollständigen Berichte von anderen Eltern.

Wer gibt schon gern zu, dass er sich erst mal hilflos gefühlt hat?!

Und ja: Es kommen auch Eltern, die bereits tragen, aber denken, sie schaden ihrem Kind. Weil sie es in einer Gruppe oder Forum gelesen haben oder gar direkt gesagt bekamen.

 

Hierzulande ist leider die Kultur des Tragens über etwa 150 Jahre so gut wie komplett verschwunden. Und kommt gerade wieder zurück.

Aber nicht als das, was sie ursprünglich war: Ein Mittel zum Zweck. Eine Erleichterung des Alltags.

Jetzt ist Tragen eine Ideologie. Wie so oft müssen harte Fakten herhalten, die Beweisen, dass es so und nicht anders geht.

 

Dabei hat das Tragen so viele Gesichter, nicht nur hierzulanden, nein weltweit:

Tragen ist nicht immer nur "Kopfkusshöhe", "optimale Anhockung und Abspreizung" und "Tragetuchstoff".

 

Tragen hat so viele verschiedene Gesichter!

Kinder werden in Tragen aus Antilopenfellen getragen oder im nächstbesten Tuch, sei es ein Badetuch.  Eine afrikanische Mutter habe ich in Aachen gesehen, die trug in einer Fleecedecke.

Sie werden auf der Hüfte getragen oder höher, sitzend und liegend.

Würdet ihr zu der Mutter aus Kenia gehen und ihr sagen: "Entschuldigen Sie, ihr Kind sitzt total überspreizt!"

Zu der Frau aus Äthiopien und ihr nahelegen statt des Antilopenleders bitte Kreuzköper zu verwenden? Und eine Stegverstellung einzunähen?

In Guatemala weben Eingeborene auf großen Webstühlen die Kreuz- und Diamandköper-Tücher für den europäischen und nordamerikanischen Markt. Und ihre eigenen Kinder tragen sie in auf traditionellen Hüftwebstühlen gefertigten Tüchern in Leinwandwebung.

 

So wie heute in vielen Ländern die Babies getragen werden, wurden sie wahrscheinlich über die Jahrtausende der Menscheitsgeschichte getragen und es hat ihnen nicht geschadet. Im Gegenteil.

 

Hierzulande müssen wir das Tragen neu erlernen.

Dabei müssen wir aber darauf achten, es nicht übereifrig anzugehen. Wieviel Perfektionismus ist nötig? Wo artet es nur noch in Stress aus?

Wie viel Wissenschaft ist hilfreich? Wo verunsichert sie mehr, als sie hilft?

Ja, es stimmt, das Tragen in der optimalen Anhock-Spreizhaltung unterstützt die Hüftreifung.

Aber: Hierzulande gibt es ein nahezu flächendeckendes Hüftscreening. Wird eine unreife Hüfte festgestellt, die so instabil ist, dass ihr falsches Tragen schaden würde, wird das Baby mit einer Hüftschiene oder gar einem Fettweis-Gips behandelt (letzteres ist nur noch sehr, sehr selten nötig).

Ist eine Fixierung des Gelenkes nicht nötig, dann ist dieses so weit gereift, dass es auch mal falsches Tragen aushält. Den selten sitzen die Kleinen rund um die Uhr in der Trage.

Es besteht also kein Grund besorgt zu sein, dass man das Tuch noch nicht so gut binden kann. Oder das man bis zur Trageberatung im BB getragen hat.

 

Es gibt nur eine Art des Tragens, die sich wirklich nachhaltig als schädlich erwiesen hat:

In den Craddleboards vieler Indianerstämme wurden die Babies einen Großteil des Tage fest mit ausgestreckten Beinen auf ein Brett gebunden, welches auf dem Rücken getragen wurde, auf ein Pferd gebunden oder einfach als mobiles Bettchen diente.

Durch den "Puck-Effekt" waren die Kleinen zufrieden.

Aber leider entwickelten gut 7% der Kinder eine Hüftfehlbildung durch die erzwungene, langanhaltende Streckung der Beine. Quelle

In einer Trage mit zu schmalem Steg hat das Kleine immerhin die Möglichkeit seine Beine im Wachzustand aktiv anzuwinkeln. Das war beim Craddleboard nicht möglich.

Das Tragen steht hier nur exemplarisch für die vielen Grabenkämpfe, die es zwischen Müttern gibt. Sei es die Ernährung, die Erziehung, das Wickeln, die Beikost,..... überall stehen sich teils komplett gegensätzliche Konzepte gegenüber.

In den Gruppen und Foren entwickeln wir einen "Goldstandard". Das bedeutet aber nicht, dass alles, was davon abweicht gleich falsch oder gar schädlich ist!

Bei keinem anderen Tier ist der Umgang mit dem Nachwuchs so wenig vom Instinkt gesteuert und so stark von der Kultur beeinflusst wie beim Menschen. Das zeigt sich beim Tragen, bei der Stilldauer, bei der Beikosteinführung, der Sauberkeitserziehung, etc.

Viele Wege führen nach Rom und viele Wege zu einem gesunden, glücklichen Baby!

 

Hört auf, Halb- und Unwahrheiten einfach nachzuplappern!

Führt euch vor Augen, dass ihr immer nur einen kleinen Ausschnitt der Gesamtsituation seht!

Probiert manche Sachen selbst aus, bevor ihr sie verurteilt!

Denkt an die vielen stillen Mitleser, die sich nicht zu Wort melden, von euren Worten aber trotzdem getroffen werden!

Schließt nicht immer von euch auf andere: Nur weil es bei euch so war, ist es nicht immer so! Nur weil sich das für euch gut angefühlt hat, muss das nicht für alle gut sein!

Seid einander die einfühlsame, verständnisvolle Hilfe, die ihr selbst in Situationen der Ratlosigkeit gerne hättet!

Denkt dran: Auch ihr habt mal "klein" angefangen!

 

Ich als Trageberaterin möchte den Eltern um mich herum die verlorene Kultur des Tragens wieder näher bringen. Mit soviel Information wie nötig aber ohne Vorwürfe und Halbwahrheiten.

Irgendwann ist das Tragen dann vielleicht wieder ein selbstverständlicher Teil unserer Kultur.

Und wir Trageberaterinnen haben uns selbst abgeschafft.



Zum Weiterlesen:

 

Tragenetzwerk - Tragen ist immer Klasse

Bildquellen:

Flickr CC

Wikimedia Commons


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Kommentare: 25
  • #1

    Susanne Gassner (Donnerstag, 14 Mai 2015 19:11)

    Ratschläge sind auch Schläge, wie man so schön sagt.

    Gut geschrieben, danke!

  • #2

    Kathrin Böcker (Donnerstag, 14 Mai 2015 19:32)

    Danke, Susanne! So war der ursprüngliche Titel des Artikels! ;-)

  • #3

    2KindChaos (Donnerstag, 14 Mai 2015 20:37)

    Sehr sehr geil geschrieben! Ich habe so eine Schwägerin, die mich von Anfang an mit solchen Sprüchen gegängelt und massiv verunsichert hat und es hat sehr lange gedauert bis ich da wieder rauskam ^^ Ansonsten begegnen mir auch immer mal wieder solche Mommywars und ich find es ganz schwierig da noch halbwegs freundlich zu bleiben weil es soooo soooo nervt. Jedes Thema kann in so etwas ausarten... am Besten man lässt sich gar nicht darauf ein und erzählt auch nicht wie man es macht, weil es garantiert sowieso falsch ist.

    Liebe Grüße, Frida

  • #4

    Jutta Plotzke (Donnerstag, 14 Mai 2015 21:53)

    auf den Punkt gebracht und als Trageberaterin-Kollegin seh ich das genauso! Ich hoffe, es ist in Deinem Sinn und ich darf es teilen!

  • #5

    Kathrin Böcker (Donnerstag, 14 Mai 2015 21:55)

    Klar, darf gerne geteilt werden!

  • #6

    Britta (Donnerstag, 14 Mai 2015 22:10)

    Vielen Dank für den Artikel (und den ganzen Blog). Ich hatte zwar Von vornherein doe richtige Trage (Marsupi), Aber Ich werde oft blöd angeguckt (oder verbessert) weil mein Kleiner mit 14 Monaten nachts noch eine Flasche braucht und Die zweite Hälfte der Nacht bei ins im Bett schläft..... Obwohl Ich eigentlich absolut sicher Bin, dass es so Das Beste für den Kleinen ist, werde Ich manchmal doch verunsichert und überlege, doch irgendwann ein Schlaftraining durchzuführenv(was Ich immer wieder verwerfe)....

  • #7

    Susan Pingelchen (Donnerstag, 14 Mai 2015 22:58)

    Danke für den tollen Text... <3

    LG, eine Kollegin

  • #8

    Ekis (Freitag, 15 Mai 2015 07:51)

    Kein bisschen auf die Spitze getrieben. Das ist 1:1 in verschiedenen Müttergruppen so zu finden. Einen ganz lieben Dank für das Donnerwetter. Leider werden genau die Mütter,die so handeln, es niemals annehmen können. Denn auch die meinen es einfach nur gut. Schade, dass das Gegenteil von Gut nicht schlecht ist, sondern gut gemeint.

  • #9

    Bettina Attenberger (Freitag, 15 Mai 2015 10:37)

    Danke...;-))) eine gute Initiative, lieben Gruß Bettina

  • #10

    Andrea (Freitag, 15 Mai 2015 14:12)

    Hervorragender Text! Aber seien wir ehrlich - wer ohne Schuld werfe den ersten Stein. Ich denke wenn wir selbst von einer Sache begeistert sind, aber vielleicht noch nicht wirklich ganz sooo viel von der Sache verstehen - und da is es egal ob es ums Tragen, Stillen, Attachment parenting , etc. geht - da passieren uns alle leider auch manchmal solche "Ausrutscher". Je mehr man hineinwächst desto besser lernt man genauer hinzusehen und Mütter und Kinder bedürfnisgerecht zu begleiten.

  • #11

    Nathalie (Freitag, 15 Mai 2015 15:47)

    Asche auf mein Haupt.... Ein bisse erkenn ich mich wieder.... damals.... als unser erstes Kind auf die Welt kam. Ich war manchmal auch oberlehrerhaft, allerdings eher beim Thema Stillen und Impfen pro/contra. :-/

  • #12

    Stephanie (Sonntag, 17 Mai 2015 20:25)

    DANKE!!!
    Ich lasse mich zum Glück nicht sehr beeinflussen von denen dies besser wissen, aber ärgern tu ich mich oft gewaltig.
    Ganz ganz toller Artikel!!!

  • #13

    Arlette (Montag, 18 Mai 2015 15:12)

    Danke, du sprichst mir wirklich aus der Seele, und leider kann ich deine Erfahrungen insbesondere auf den Social-Media-Kanälen nur bestätigen. Darf ich das auf meiner Facebookseite teilen?

    Viele Grüße aus Berlin,

    Arlette

  • #14

    Kathrin Böcker (Dienstag, 19 Mai 2015 07:36)

    Danke für die positive Ressonanz! Es lag mir echt auf dem Herzen solch einen Artikel zu schreiben....
    Der Artikel darf natürlich gerne geteilt werden!

  • #15

    Co (Dienstag, 19 Mai 2015 23:16)

    Du hast mir grad aus der Seele geschrieben!! Danke!
    Manche sind einfach so unglaublich anstrengend, dogmatisch und besserwisserisch!
    Genau wie Du sagt, die "westliche" Welt meint auf einmal den heiligen Gral des Tragens gefunden zu haben.
    Der Rest der Welt trägt bereits seit tausenden von Jahren, ohne auch nur im Ansatz so ein Geschiss drum zu machen wie wir!
    Danke!

  • #16

    Kathrin (Mittwoch, 10 Juni 2015 21:20)

    hallo! Meine Grosse haben wir oft und viel im Tragetuch gehabt, dann Manduca. Leider ist meine Zweite und ich zusammen mit Tragetuch einfach zu warm und so tragen wir sie in Spezialeinrichtung in der Manduca. Die Manduca hat uns und der Kleinen schon einen tollen Dienst erwiesen: sie muss keine Spreizhose tragen! Ich würde sagen, wenn man das Baby vernünftig in die Manduca packt, dann geht das auch von Geburt an.

  • #17

    Christiane Rauscher (Dienstag, 23 Juni 2015 21:41)

    Danke für den toll geschriebenen Artikel! Du hast glaube ich ausgesprochen was sich viele (so hoffe ich) oft denken.

  • #18

    Meike (Donnerstag, 20 August 2015 22:02)

    Wow! Du hast es wirklich klasse auf den Punkt gebracht. Sprichst mir aus der Seele!
    Danke

  • #19

    Katrin (Donnerstag, 10 Dezember 2015 19:30)

    Danke für deinen grandiosen Text!

    Ehrlich: ich war (vor meiner FoBi) wohl auch nicht so viel besser. ;) Für uns Eltern war das Tragen DIE Rettung und eine wirklich riesengroße Neuentdeckung. Das musste ich damals in die Welt hinaus schreien. Am liebsten hätte ich einfach alle zum Tragen gebracht (ob sie wollten oder nicht! ;))...
    Heute - mit ein wenig Abstand betrachtet - schüttele ich den Kopf über mich. Es gibt mehr als nur schwarz und weiß. Man wächst und reift eben mit seinen Kindern! ;-)

    #tragenistimmerklasse #Kinderwagenschiebenisaberauchokay #attachmentparenting

  • #20

    Daniela (Sonntag, 10 April 2016 10:25)

    Inhaltlich hast du sicher recht, allerdings glaube ich wirklich nicht, dass du damit die Richtigen erreichst. Mütter, die eh schon deiner Meinung sind, die stimmen dir sicher zu und bestätigen dich in deinem Vorgehen. Die Betroffenen, die du erreichen willst, werden aber m.E. von deiner herablassenden und verbitterten Art (sorry, hab echt nach netteren Beschreibungen gesucht, aber ist mir nichts besseres eingefallen bei Sätzen wie "Die armen Babys! Ich muss sie vor der Unfähigkeit ihrer Mütter schützen!" oder "Ich kann sie einfach nicht verstehen, die Eltern, die ihr Kind stolz in einem BB oder einer Chicco-Trage oder gar ein Neugeborenes in der Manduca tragen und mich dann auch noch angrinsen, wenn wir uns in der Stadt über den Weg laufen.") Ich denke, wenn es dir wirklich darum geht die Betroffenen zu erreichen und ihnen zu helfen, solltest du daran etwas ändern. Jetzt kommt es für mich eher nach Selbstinszenierung rüber (ich hoffe, du kannst mit Kritik gut umgehen - ich weiß, das sind harte Worte, aber ich möchte dich im Grunde in deinem Vorhaben damit unterstützen).

  • #21

    Kathrin (Sonntag, 10 April 2016 11:29)

    Liebe Daniela,

    Danke für deinen Kommentar.
    Das der gesamte erste Teil des Textes ironisch aus der überspitzten Perspektive einer "Übermutter" geschrieben ist und in keinster Weise meine persönlichen Ansichten wider spiegelt, wird im weiteren Verlauf des Textes mehr als deutlich.

    Solchen übertriebenen Perfektionismus begegnet uns ja nicht nur in der Trageszene, sondern generell in vielen Bereichen rund um Babies und Kinder (Stillen, Beikost, Fremdbetreuung, Schule etc).
    Ich bin die Letzte, die in diesen "mommy wars" an der Front mitkämpfen möchte. Ich gehöre eher zu denjenigen, die versuchen nachher das Schlachtfeld aufräumen und die "Verwundeten zu versorgen".
    Es dient sicherlich nicht dem Interesse unserer Kinder, wenn wir uns argwöhnisch beäugen und kritisieren anstatt uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.
    Die Grenze zwischen hilfreicher und verletzender Kritik ist gerade in der geschrieben Sprache eher fließend. Auch mir passiert es sicherlich noch, dass ich helfen möchte, aber dabei einen Wunden Punkt treffe.
    Am Ende sind es unsere Kinder, die unser Denken wieder zurecht rücken und uns auch zeigen, dass wir doch richtig handeln, obwohl es Menschen gibt, die da anderer Meinung sind.

  • #22

    Mokey (Samstag, 02 Juli 2016 20:39)

    Danke für den Artikel! Bin nun gerade frisch mit Kind 2 unterwegs. Habe in den letzten Jahren viele "perfekte" Mütter kennengelernt und es hat einiges an Kraft gekostet sie und das schlechte Gewissen wieder loszuwerden.

  • #23

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